Vor rund zehn Jahren fing es an, als einer der damals Weltgrößten Baukonzerne Philip Holzmann Konkurs androhte und der Staat zur Hilfe eilte. Was damals noch als einmaliger Ausrutscher skrupellos spekulativer und korrupter Manager galt, wiederholte sich vergangenes Jahr in den USA ausgerechnet am Finanzmarkt, was nun unweigerlich weltweite Auswirkungen hat.
Eine Folge davon ist die drohende Insolvenz des renommierten Autoherstellers Opel – und wieder ist der Staat zur Stelle, immerhin hängen ja tausende von Arbeitsplätzen und somit Kaufkraft an dem Unternehmen und seinen Zulieferern. Doch damit ist das Bröckeln der Unternehmen noch lange nicht ausgestanden.
Nun ist die Arcandor AG an der Reihe. Ein Gigant der Einzelhandels- und Tourismusbranche, zu der Unternehmen wie Karstadt, Quelle oder Thomas Cook gehören. Diese Unternehmen kränkeln zwar schon seit einer ganzen Weile, jedoch hat die aktuelle Flaute anscheinend das Fass zum Überlaufen gebracht. Auch hier wird der Staat zu Hilfe gerufen – doch diesmal scheint die Regierung die Reisleine zu ziehen. Keine Aussicht auf Hilfe – die Angestellten stehen mit dem Rücken zur Wand.
* Ist das Gerecht?
* Wenn einem Unternehmen geholfen wird, muss dann jedem kriselnden Konzern gleichsam geholfen werden?
* Wo ist die Grenze?
* Sind diese Konjunkturpakete überhaupt sinnvoll oder sollte sich der Markt selbst bereinigen?
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