• Happy Birthday www

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    Im Dezember diesen Jahres feiert das World Wide Web seinen 20. Geburtstag.
    1989 stellte Tim Berners-Lee am CERN seine Forschungsarbeit bestehend aus mehreren kleinen Tools und Protokollen seinen Vorgesetzten vor. Niemand konnte damals ahnen, dass das was sie dort sahen die Welt verändern würde. Das ganze basierte auf dem 1969 ins Leben gerufenen ARPANet, einem dezentralisierten Netzwerk aus Rechnern für Bildungs- und Forschungseinrichtungen, welches natürlich auch für das Militär von hohem Interesse war. Das Problem was bis dahin bestand war, dass es kein einheitliches Kommunikationsprotokoll gab. Die Rechner waren zwar technisch gesehen miteinander verbunden – der Datenaustausch war teilweise jedoch nur über Umwege möglich. Berners Lee schaffte in nur wenigen Monaten eine Kommunikationsbasis bestehend aus dem Hypertext Transfer Protokoll, dem Unified Resource Identifier, E-Mail, der Dokumentenbeschreibungssprache HTML und einem diese Dokumente darstellenden ersten Webbrowser.
    Zehn Jahre später (Ende 1999) wurde die HTML-Spezifikation in Version 4.01 veröffentlicht.
    Seitdem erlebte das Web einen unvergleichlichen Boom.

    1969 –> 1989 –> 1999 –> 2009?

    Aktuell befindet sich die Spezifikation für HTML 5 in der Bearbeitung. Was für ein hübsches Analogon wäre es, wenn ausgerechnet dieses Jahr die Spezifikation fertiggestellt werden würde. Dann bliebe nur noch abzuwarten, bis es die Browserhersteller schaffen die neue Spezifikation umzusetzen – vielleicht sogar einmal ohne Kompromisse.

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  • Die Wissensmaschine

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    Wolfram Research hat sich einem komplexen Thema gewidmet: der Entwicklung einer Antwortmaschine, welche mit dem Weltwissen aus dem Internet gefüttert wird. Die Idee ist nicht neu und beschäftigt die Menschen schon so lange wie sie Maschinen produziert, welche ihnen die Arbeit im täglichen Leben erleichtern sollen. Jedoch trugen die Bemühungen in dieser Richtung bislang nur mäßig Früchte. Schon Douglas Adams beschrieb 1979 in seinem legendärem Roman “Per Anhalter durch die Galaxis” den Supercomputer “Deep Thought”, der 7,5 Mio. Jahre der Frage nach “dem Universum, dem Leben und allem anderen” nachging. Herausgekommen ist als Antwort “42″.

    Ähnlich eloquente Antworten wird man auch von Wolfram Alpha erhalten, wenn die gestellte Frage nicht ins Wissensschema passt. Zudem kommt das Problem, dass das Internet keine kategorisierten und strukturierten Daten enthält sondern im wesentlichen mehr oder weniger sinn- und zusammenhanglose Inhalte wie diesen Beitrag hier, welcher vielleicht von Bedeutung sein könnte, wenn man nach der Antwort von Deep Thought sucht und nicht gerade den Roman zur Hand hat.

    Die Antwort auf die Weltformel wird Wolfram Alpha wohl kaum liefern können. Wozu es aber durchaus in der Lage sein könnte, ist es assoziierte Suchtreffer zu generieren, welche einem schneller zu einer weiterführenden Antwort bringt. Man darf also gespannt sein.

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  • Ein Wochenende für eine Idee

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    Das Internet ist voller Inspirationen. Da suche ich vergangene Woche im Netz nach einem bestimmten WordPress-Plugin und stosse dabei auf die Seiten von Rogie King und Tim van Damme und plötzlich kam mir die Idee für eine eigene interaktive vCard.
    Dabei war das Ziel diese so standardkonform und browserkompatibel wie nur möglich zu gestalten und – meiner Vorliebe für Javascript geschuldet – sie mit etwas Eyecandy zu schmücken. Als weiteren Ansporn nahm ich mir vor, dass es nicht mehr als ein Wochenende an Zeit verbrauchen solle.
    Herausgekommen ist diese vCard.
    Abgesehen vom verwendeten overflow-y ist sie valides CSS 2.1 (overflow-y ist erst ab CSS 3 Bestandteil), valides XHTML1.0 Strict und auf den gängigsten Browsern getestet und funktionsfähig. Ohne Javascript funktioniert zwar die Animation nicht, dafür habe ich aber die Struktur der Card so optimiert, dass sie auch in Lynx ein sinnvolles und navigierbares Erscheinungsbild hergibt.
    Tim hat sich auch prompt bei mir gemeldet und sein Lob ausgesprochen und einen Platz in seiner Wall of Fame in Aussicht gestellt, was mich natürlich sehr freut.

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  • Asisis Visionen

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    Vielleicht kann sich der Ein oder Andere noch an die vom Magazin Stern gesponsorten Rotunden mitte der 90′er Jahre in Berlin erinnern? Damals wurden an markanten Berliner Plätzen riesige runde Panoramen aufgebaut, welche diese Plätze nach den damaligen Entwürfen für das Jahr 2005 zeigten.
    Das spektakuläre an diesem Vorhaben war, dass es sich dabei um handgemalte, fotorealistische Panoramen handelte – gemalt vom Iranischen Architekten Yadegar Asisi.
    Kurz darauf studierte ich Architektur an der Technischen Fachhochschule Berlin (seit 1. April 2009 Beuth Hochschule für Technik) und lernte Herrn Asisi persönlich, als anspruchsvollen Professor für freie Darstellung, kennen. Auch wenn mich der Weg danach weg von der Architektur hin zur Informatik geführt hat, denke ich immer wieder gerne an diese Zeit zurück und bin auch etwas stolz darauf, bei ihm mit einer 2 abgeschlossen zu haben.
    Aktuell laufen parallel in Leipzig und Dresden wieder zwei Panorama-Ausstellungen: einmal zum Thema Amazonien und Dresden 1756.
    Mit Worten lassen sich die Eindrücke nur schwer beschreiben – man muss es einfach selbst gesehen haben.

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  • Alles Sashimi oder was?

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    Bei der letzten Retrospektive eines Projektes bin ich über den Begriff Sashimi gestolpert. Hierbei handelt es sich im Scrum-Kontext um den Vergleich des Softwareproduktes mit der Darreichungsform der japanischen Küche, bei dem das Endprodukt aus vielen einzelnen Teilen (dünn geschnittene Fischfiletstreifen) zusammengesetzt ist.

    Nach dem Scrum-Prinzip sollen also alle Teile des Endproduktes gleichmäßig den Entwicklungszyklus durchlaufen, bis sie zu dem gewünschten Endergebnis führen. Hiermit soll sichergestellt werden, dass mit Ende jedes Sprints eine stabile Version der Software ausgeliefert werden kann.
    Das klingt soweit eigentlich sehr vernünftig.
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